Die Note "dis1/es1"
Die Note dis1/es1 als viertel und halbe Note
22.02.2011 - JB - die Note "dis1", bzw. "es1", an Zugposition 3 / Lage 3 der Posaune. Das "dis1" bzw. das "es1" ist kein Stammton, also kein ganzer Ton. Nochmal zur Errinnerrung; bitte nicht "ganze Töne" mit "ganzen Noten" verwechseln.
Das "dis1 / es1" gehört zur sog. "eingestrichenen Oktave" und wird in Kleinbuchstaben (gefolgt von einer 1) geschrieben.
Sie errinnern sich; - c - d - e - f - g - a - h - sind die sog. Stammtöne. Das "dis1" bzw. das "es1" sind zwei identische Töne, die an gleicher Zugposition 3 (gleiche Lage 3) gespielt werden, und somit auch gleich klingen. Der Ton wird im Notensystem lediglich unterschiedlich notiert.
Vom dis/es (der sog. kleinen Oktave) bis zu diesem dis1/es1 (der sog. eingetrichenen Oktave) sind wir genau eine Oktave höher!
Wie wird das "dis1/es1" gespielt?
Das "dis1/es1" wird bei recht hoher Lippenspannung an Zugposition 3 (Lage 3) der Posaune gespielt. Das "dis1" hat das Kreuzchen als Vorzeichen. Das "es1" hat das b als Vorzeichen. Beide Töne klingen identisch. Dieser Ton wird bei praktisch gleicher Lippenspannung gespielt, wie der jeweils höhere und niedrigere Ton. Der veränderte Luftweg bewirkt dann einen entsprechend etwas höheren oder niedrigeren Ton.
Das "dis1/es1" im Video
Hinweis zum Video
Hinweis; sorry, die obere Zeile hat leider einen kleinen Fehler. Es fehlen dort nämlich die "Hälse" der Noten.
Bitte lesen Sie ggf. noch diesen Hinweis zur Qualität des Videos und der korrekten Tonhöhe, sowie Copyright Hinweise.
Die 4 Takte
Wir sehen zwei Notenzeilen, zunächst ohne Vorzeichen. Somit handelt es sich um die "C-Dur" Tonart, die ohne Vorzeichen auskommt, weil nur Stammtöne gespielt werden. Nachdem der Dirigent den Takt vorgezählt hat (hier 4 Schläge = 4/4 Takt) beginnt sofort beim 5. Schlag die erste Note.
Im Takt 1 finden wir zunächst 4 viertel Noten "dis1". Denn die Noten haben das Kreuzchen als Versetzungszeichen, und werden daher einen halben Ton höher gespielt. Ohne das Kreuzchen wäre es der Ton "d1" an Zugposition 4 bzw. Zugposition 1 (Lage 4 bzw. Lage 1). Damit ist der Takt "vollständig". Da die Noten nicht mehr in das Notensystem passen, werden oberhalb der Notenlinien sog. Hilfslinien heran gezogen. Im zweiten Takt finden wir die gleiche Prozedure, hier lediglich mit 2 halben Noten, ebenfalls "dis1". Damit ist auch dieser zweite Takt vollständig.
Die Reihenfolge der Töne im Zusammenhang lautet;
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"d1" an Lage 4 (oder Lage 1), dann das etwas höhere "dis1" bzw. "es1" an Lage 3, dann das noch etwas höhere "e1" an Lage 2.
Das Gleiche widerholt sich in Takt 3 und Takt 4. Hier handelt es sich jedoch um das "es1", welches zwar genauso klingt, im Notensysem jedoch anders dargestellt wird. Diese Noten im Takt 3 und Takt 4 haben das b als Versetzungszeichen. Damit werden sie einen halben Ton tiefer gespielt. Denn ohne das b wäre es ein e1, welches an Lage 2, bzw. an Zugpostion 2 gespielt wird.
Hinweis; dieser Ton (dis1 / es1) ist für einen Posaunenspieler/in schon ein recht hoher Ton. Wir werden hier lediglich noch zwei höhere Töne behandeln, nämlich das "e1" an Lage 2/Zugposition 2 und das "f1" an Lage 1/Zugposition1. Noch höhere Töne sind selbst für gute Posaunisten/innen schwer zu spielen. Das geht dann schon fast in den professionellen Bereich.
Ergänzende Links
- was denn nun? Vorzeichen, oder Versetzungszeichen?
- die "enharmonische Verwechslung".
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